Aktuelles

09.08.2019

AVN stellt Strafanzeige

Aufgrund des Online-Beitrages: "Angler in Sicht?" der Tierrechtsorganisation PeTA vom 06.08.2019 und den darin veröffentlichten Verleumdungen und Aufforderungen zu einer Straftat, hat der AVN nach Prüfung durch ein Anwaltsbüro in Hannover heute Strafanzeige gestellt.
In dem Text wurde unter anderem dazu aufgefordert, sich gefangene Fische anzueignen / bzw. wieder in Freiheit zu entlassen, Handyvideos- und fotos von Anglern zu machen und über ein "Whistleblower" Formular hochzuladen oder auch das Vorzeigen der Fischereierlaubnis zu verlangen.
Angler wurden außerdem in unmittelbaren Verdacht gestellt, aggressiv zu sein und alkoholisiert.

"Derartige Diffamierungen lassen wir nicht auf unseren Anglern sitzen", so AVN-Präsident Werner Klasing. Der Verband habe deshalb ein Anwaltsbüro eingeschaltet und PeTA angezeigt. "Gleichzeitig wollen wir unseren Mitgliedsvereinen und den Anglern rechtlich abgesicherte Empfehlungen an die Hand geben, die ihnen in der Auseinandersetzung oder möglichen Rechtfertigung gegenüber der Organisation helfen können", so Klasing weiter.

Gestern Vormittag hatte die Organisation den Original-Text ihrer Autorin, Dr. Tanja Breining, ohne einen entsprechenden Hinweis verändert und die kritischen Punkte komplett gestrichen oder abgeschwächt.
Hier beide Texte (Original vom 06.08.) und geänderte Version (08.08.) zum Vergleich.

Auf der FB Seite von PeTA hatten sich Dutzende Angler in die Diskussion eingeschaltet und mal mehr mal weniger sachlich auf die unsäglichen Äußerungen der Tierrechtsorganisation Bezug genommen. Etliche Unterstützer von PeTA kündigten an, ihre Spenden umgehend einzustellen nach dieser Publikation. War das der Grund für die Änderungen?

Auch ohne Zutun der Angler hat es die Organisation geschafft, gehörige mediale Aufmerksamkeit zu erreichen:
Die Augsburger Allgemeine titelt: "PeTA gibt Tierschützern kuriose Tipps gegen Angler" (und wirft erneut "Tierschützer" und "Tierrechtler" in einen Topf).
Diese Trennung schafft auch die BILD nicht und titelt: "Steine werfen, warum nicht? PeTA provoziert Zoff mit Anglern - "Verwerfliches Hobby": Tierschützer wollen Angler systematisch behindern"

Schön ironisch und mit viel Gelassenheit hat der BLINKER das Thema aufgegriffen und rät zu Freundlichkeit und Aufklärung, wenn Angler von PeTA Aktivisten angesprochen werden.

Das können wir jedem AnglerIn nur raten: bleibt gelassen, kennt Eure Rechte und macht sie geltend.

Was das im Einzelnen bedeuten kann, darüber werden wir noch gesondert informieren und bitten um Verständnis, dass das noch ein wenig dauern wird.
Eine erste Einlassung gibt es aber schon von unseren Kollegen beim Landesfischereiverband Bayern.

Wir halten Sie hier und auf facebook auf dem Laufenden.


Foto: R. Gerken

RGerken VaterSohn angeln