08.05.2019

Verbände übergeben 375.648 Unterschriften

Im Rahmen der Umweltministerkonferenz in Hamburg übergaben deutsche Vertreter der Gewässerallianz #ProtectWATER heute Mittag symbolisch 375.648 Unterschriften an Staatssekretär Jochen Flasbarth / BMU (3. von rechts).
Soviele Menschen hatten sich in der drittgrößten Konsultation der EU-Geschichte für den Erhalt der Wasserrahmenrichtlinie ausgesprochen.
Es gab berechtigte Befürchtungen, dass Lobbyisten Europas schlagkräftigstes Instrument zur Herstellung eines ökologisch guten Erhaltungszustandes unserer Gewässer aushebeln oder aufweichen wollten.

"Wir fordern das deutsche Umweltministerium auf, sich auf der Konferenz der Europäischen Umweltminister am 21./22. Mai 2019 in Bukarest gegen eine Änderung und für eine bessere Umsetzung des europäischen Wasserrechts einzusetzen“, so das Bündnis der Umweltverbände und weiter, „Umweltministerin Schulze muss sich auf EU-Ebene deutlich gegen die Öffnung und damit Aufweichung der WRRL einsetzen. Gewässerschutz ist Daseinsvorsorge und dafür braucht es mehr Geld, mehr Personal und den politischen Willen, politikübergreifend zusammen zu arbeiten und die praktische Umsetzung vor Ort angemessen durchzusetzen sowie auf Verstöße etwa durch Industrie Landwirtschaft oder fehlende Durchgängigkeit zu reagieren“.

Flasbarth bestätigte, dass sich die Bundesregierung auf Europaebene ohne wenn und aber für den Erhalt der WRRL aussprechen werde. Unterstützung bekam er von Umwelt-Staatsrat Michael Pollmann, Hamburg. Man wolle die Statuten der WRRL auch auf Länderebene auf keinen Fall verwässern.

Der AVN ist offizieller Partner der Allianz, Pressesprecher Florian Möllers war bei der Übergabe vor Ort.
Die Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

Auf dem Foto von links nach rechts:
Malte Siegert / NABU HH, Ilka Dege / DNR, Michael Pollmann / HH, Beatrice Claus / WWF, Prof. Dr. Diana Pretzell / WWF, Laura von Vittorelli / BUND, Jochen Flasbarth / BMU, Florian Möllers / AVN, Alexander  Porschke / NABU

Foto & ©: Mike SCHAEFER

WWF Unterschriftenuebergabe 7 MikeSCHAEFER

06.05.2019

Zustimmung, aber auch scharfe Kritik

20 Millionen Jungaale haben Angler und Fischer in Niedersachsen seit 2011 besetzt!
Allein 3,5 Millionen Glasaale waren es bislang seitens des AVN und seiner Mitgliedsvereine im laufenden Jahr.
Dass nach diesem erheblichen finanziellen und ehrenamtlichen Aufwand der Angler für die Erfüllung der Aalbewirtschaftungspläne eine maßvolle Nutzung der Bestände nach wie vor möglich sei, begrüßt der AVN in seiner Stellungnahme ausdrücklich. Wäre ein Fangverbot ausgesprochen worden, hätte das die Besatzaktivitäten der Angler mit Sicherheit fast vollständig zum Erliegen gebracht, so die Einschätzung des Verbandes.

Der AVN kritisiert dagegen, dass die Niedersächsische Aalverordnung (NAalVO) sich nicht an die Hauptschadensverursacher und die maßgeblichen Schadeinflüsse richte.
Das seien nicht etwa die Erwerbsfischer, deren Fänge seit Jahren rückläufig sind, sondern allen voran die Wasserkraft.
20% der jährlich zum Laichgeschäft abwandernden Blankaale werde laut einer Studie des LAVES für das Flusseinzugsgebiet Weser durch Wasserkraftanlagen getötet. Neue Studien der Tierärztlichen Hochschule Hannover legen nahe, dass darüber hinaus eine erschreckend hohe Zahl derjenigen Fische (rund 50%), die die Turbinen passieren, massive Schäden an der Wirbelsäule davonträgt. Große Weibchen würden überproportional stark geschädigt, ihre Schwimmfähigkeit erheblich eingeschränkt.
Übergangen würden auch die mehr als 4.300 Querbauwerke, von denen allein 335 in überregionalen Wanderrouten liegen und die Wanderungen von Fischen und anderen Wasserorganismen nahezu unmöglich machten.
Und schließlich werde auch die Prädation durch Kormorane nicht erwähnt, die nachweislich einen deutlichen Einfluss auf den Aal habe. Verluste durch Prädation etwa für Tiere zwischen 21 cm und 26 cm Länge seien aus ähnlichen Gewässern bestätigt.
"Diese Zahlen und Fakten müssen zwingend als Hauptverursacher der Sterblichkeit für den Aal in Niedersachsens Gewässern genannt werden", fordert Ralf Gerken, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim AVN und dort zuständig für die Koordination des jährlichen Aalbesatzes.

Aus diesen Mängeln leitet der AVN sechs konkrete Forderungen für eine Neuformulierung der NAalVO ab.
Diese können Sie im Originaldokument nachlesen, das hier zum download bereitsteht.


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Foto: © Florian Möllers

12.04.2019

Jungangler treffen sich in Wittmund

Ausgerichtet vom Bezirksfischereiverein für Ostfriesland (BVO) fischen die Jugendlichen an der Harle, die einen richtig tollen Fischbestand aufweist. Sie mündet nördlich von Wittmund in die Nordsee und verfügt auch über einen ausgezeichneten Karpfen-, Aal-, und Raubfischbestand.
Gefischt wird am Wochenende mit Kopf- und Stippruten, sowie leichten bis mittleren Feederruten.
Die Ortsgruppe Wittmund stellt für die Übernachtung im Zelt den Platz neben ihrem neuen Vereinsheim zur Verfügung, Jugendleiter Holger Flick und seine Helfer werden die Gäste aus ganz Niedersachsen am 31.05. in Empfang nehmen.
Drei Tage heißt es Fischen, chillen, Spaß haben und Mitmachen: beim Casting, genauso wie bei der großen Fragebogenaktion rund um das Angeln, um Fische und Gewässer.

Kosten: 25,00 EURO proTeilnehmer / Betreuer
darin enthalten ist die Fischereierlaubnis, Abendessen am Freitag, drei Mahlzeiten am Samstag und das abschließende gemeinsame Frühstück am Sonntag.

Anmeldungen bis zum 24.05.2019 über das unten gelistete Formular bitte an die AVN-Geschäftsstelle
Die Teilnehmerbeiträge müssen bis zum 28.05.2019 überwiesen werden.

Anreise: 31.05.2019, ab 14.00 Uhr
Abreise: 02.06.2019, im Laufe des Vormittages

Hier der link zur Seite der BVO.

Alle weiteren Infos findet Ihr unter den folgenden download-links:

Einladung
Anmeldung
Schulbefreiung
Zeitplan
Verhaltensregeln

Wir wünschen allen jetzt schon ein tolles Angelwochenende!


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Foto: Heuwieke, Ostfriesland, F. Möllers