16.05.2018

Regionspräsident Hauke Jagau überreicht UN-Dekade Preis

Hauke Jagau hat BAGGERSEE am 12. Mai 2018 als Projekt der "UN-Dekade für Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.
Die Auszeichnung fand im Rahmen eines Gewässeraktionstages statt, den das BAGGERSEE-Team gemeinsam mit dem Fischereiverein Hannover e.V. auf der Ricklinger Halbinsel in Hannover durchführte.


Während eines kleinen moderierten Festaktes überreichte Hauke Jagau den Projektkoordinatoren die Auszeichnungsurkunde und den symbolischen Baum der Artenvielfalt, die Prof. Dr. Robert Arlinghaus vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und Dr. Thomas Klefoth vom Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) stellvertretend für viele Mitwirkende entgegen nahmen.
Denn BAGGERSEE ist ein Gemeinschaftsprojekt von IGB, AVN, der TU Berlin und vielen ehrenamtlichen Helfern aus insgesamt 20 niedersächsischen Angelvereinen.
„Die Auszeichnung ist eine großartige Sache für BAGGERSEE“, freut sich AVN-Biologe Dr. Thomas Klefoth. „Nicht nur für das Projekt an sich, sondern auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer der beteiligten Angelvereine. Das motiviert, sich auch in Zukunft weiterhin für nachhaltige Projekte zu engagieren.“
„Das Besondere an dem Projekt ist, dass Umsetzung und Forschung Hand in Hand zusammenarbeiten und die Auszeichnung ist ein Beweis dafür, dass dieser Ansatz erfolgsversprechend ist“, ergänzt Prof. Dr. Robert Arlinghaus.

Im Anschluss an die Preisverleihung konnten sich die Festbesucher selbst ein Bild von dieser gut funktionieren Zusammenarbeit machen: AVN-Biologe Klefoth führte gemeinsam mit Anglern des Fischereivereins Hannover e.V. einen Totholzeintrag vor. Der Eintrag von Totholz ist eine der zentralen Maßnahmen des Projektes mit denen die Artenvielfalt und die fischereiliche Qualität in Baggerseen gefördert werden soll.
Im Rahmen dieser Aktion versenkten die Angler in den letzten Wochen insgesamt 800 Totholzbündel von jeweils drei Metern Länge und einem Gewicht von rund 300 Kilogramm in acht Baggerseen. Das Holz soll in den Gewässern dazu beitragen, dass wirbellose Tiere wie Libellenlarven und Krebse, Jungfische und andere Artengruppen wie Vögel Schutz und Nahrung finden und dadurch gefördert werden.

Denselben Effekt sollen die Flachwasserzonen verursachen, die in vier der acht Projekt-Seen zusätzlich ausgehoben wurden. Verglichen werden diese Maßnahmen mit dem traditionellen Fischbesatz. Deshalb wurden in vier weiteren Seen insgesamt 26.492 Fische unterschiedlicher Arten und Größen besetzt. Zuvor wurden die Tiere mit PIT-Tags (kleinen Transpondern) markiert, damit später festgestellt werden kann, ob es sich um besetzte oder selbst reproduzierte Fische handelt.
Der erste Meilenstein des Großprojektes - die umfangreiche Umsetzungsarbeit - ist damit geschafft.
Jetzt steht für die nächsten Jahre noch einige Forschungsarbeit auf dem BAGGERSEE-Programm.
Erste Zwischenergebnisse werden 2019 erwartet.

BAGGERSEE wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert und läuft noch bis Mai 2022.

BAGGERSEE Auszeichnung web




Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover (Mitte) verliest den Urkundentext während der Preisverleihung auf der Ricklinger Halbinsel. Foto: Dr. Matthias Emmrich / AVN


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Alle konnten mithelfen beim Versenken von Totholzbündeln im Rahmen des Gewässeraktionstages.
Foto: Katja Wiegner / AVN

04.05.2018

Jetzt anmelden für das Jugendzeltlager!

Der Anglerverband Niedersachsen e.V. lädt alle Jugendlichen seiner Vereine ganz herzlich ein zum Angelzeltlager 2018!

Vier Tage Zeit satt zum Angeln, Chillen, Quatschen, Natur erleben an einem wenig beangelten Gewässer östlich von Hannover.

Ort: Humboldtsee // Salzhemmendorf Wallensen

Termin: 05. Juli bis 08. Juli 2018

Anmeldeschluss: 13. Juni 2018 über die AVN-Geschäftsstelle


Alle wichtigen Dokumente für Eure Anmeldung finden Ihr und Eure Betreuer hier zum download:


Wir freuen uns auf viele Anmeldungen und wünschen Euch eine richtig coole Zeit am Wasser!


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Foto: F. Möllers / AVN

 

21.04.2018

AVN Mitzeichner für mehr Durchgängigkeit

Heute ist "World Fish Migration Day"! Weltweit werben Aktionen für die Durchgängikeit ökologisch intakter Gewässer.

Doch trotz klarer Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie an die Mitgliedsstaaten hängen viele mit der Umsetzung noch weit hinterher - darunter auch Deutschland.
Die Sustainable Eel Group nutzt den "World Fish Migration Day", um zusammen mit anderen Verbänden und Institutionen auf die Missstände in Europas Gewässern hinzuweisen. Eine gemeinsam unterzeichnete Erklärung soll Druck auf die Entscheidungsträger ausüben und viele Menschen informieren darüber, was an mehr als 1,3 Millionen Quervbauwerken in Europas Flüssen mit wandernden Fischen passiert: Millionen von ihnen werden Jahr für Jahr in Turbinen zerstückelt, Tausende von Wasserkraftanlagen haben schlechte oder nicht funktionsfähige Fischaufstiegsanlagen - vom Fischabstieg gar nicht zu reden.

Sie können helfen und das Thema auch in der lokalen Politik immer wieder zum Gespräch machen und die öffentliche Aufmerksamkeit darauf lenken, was für ein Massensterben unter der Wasseroberfläche passiert. Und das, obwohl bspw. die so genannte kleine Wasserkraft mit Anlagen unter 1 kW Leistung nur einen minimalen Beitrag zur Energiegewinnung leistet.

Der AVN forderte deshalb von der niedersächsischen Landesregierung anlässlich der Landtagswahl 2017:

  • keine Genehmigungen mehr für neue Anlagen
  • Aufrüstung bestehender Anlagen mit modernen und funktionsfähigen Wanderhilfe für den Auf- und Abstieg zu Lasten des Betreibers und
  • konsequentes Monitoring der tatsächlich wandernden Anzahl von Fischen auch an den großen Anlagen (z.B. an der Weser)

Hier geht's zur gemeinsamen Erklärung (PDF, 540kB).

eel Frode Kroglund Collage

Foto & ©: Frode Kroglund, Grafik: © Sustainable Eel Group