18.07.2013

Landessportfischerverband Niedersachsen startet Mitgliederbefragung

Liebe Verbandsmitglieder,

die Verschmelzung beider Bundesverbände, VDSF und DAV, zum DAFV ist rechtlich nun abgeschlossen. Mit Datum vom 19.06.2013 wurde vom Amtsgericht Charlottenburg eingetragen, dass der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV) seinen Vereinssitz von Offenbach nach Berlin verlegt hat und von Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan und den vier Vizepräsidenten vertreten wird. 

Die Entscheidung über den Verbleib des LSFV Niedersachsen im DAFV wird in einer Mitgliederversammlung am 08.12.2013 getroffen:

Sonntag, 08.12.2013, 10.00 Uhr

im Freizeitheim Döhren

An der Wollebahn 1, 30519 Hannover-Döhren

 

Das Präsidium des LSFV Niedersachsen will mitgliederorientiert zukunftsbezogene Entscheidungen treffen. Dazu ist es notwendig, dass Richtungen erkannt und Erwartungen mitgeteilt werden. Gleichwohl müssen Beurteilungen der Mitglieder zur objektiven Betrachtung herangezogen werden.

Aus diesem Grund und zur Abstimmung weiteren Handelns wurden Fragen erarbeitet, die es dem Präsidium erlauben, eine Einschätzung vorzunehmen. Wir bitten Sie, den angehängten Fragebogen bis zum 15.08.2013 ausgefüllt an die Geschäftsstelle zurück zu senden. Der Fragebogen ist an alle Mitgliedsvereine des LSFV-NDS per Post versandt worden.

Die Ergebnisdarstellung erfolgt anschließend in anonymisierter und zusammengefasster Form.

Zur Erlangung eines aussagekräftigen Ergebnisses ist Ihre Mithilfe erforderlich und wir bedanken uns jetzt schon für Ihre Mitwirkung.

Mit herzlichen Grüßen und Petri Heil

Werner Klasing
Präsident

pdf icon   Umfragebogen für die Mitgliedsvereine des LSFV Niedersachsen e.V.
08.07.2013

"Crash-Kurs" zur Finanzierung von Gewässerrenaturierungsmaßnahmen

rg. Seit 2012 hat das Nds. Umweltministerium eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Gewässerrenaturierungsmaßnahmen geschaffen. Durch die Förderrichtlinie Kleinmaßnahmen haben nun auch Angelvereine die Möglichkeit sich kleinere Maßnahmen in eigener Trägerschaft finanzieren zu lassen. Für alle Maßnahmen, wie z. B. die Herstellung von Laichplätzen, Uferbepflanzungen, Anlage von Strömungslenkern etc. , wird bis zu einer Höhe von 15.000 € ein Zuschuss von bis zu 90 % gewährt. Wenn lediglich Kosten für Material, anfallen, wie z. B. der Kies für einen neuen Forellenlaichplatz, ist auch eine Vollfinanzierung möglich.

Die Kommunale Umweltaktion hat nun alle Interessierten und insbesondere Angelvereine zu einem Crash-Kurs "Fließgewässerentwicklung – von der Projektidee über den Fördermittelantrag bis zur Abrechnung" eingeladenl. Hier finden Sie die Einladung, Programm und Anmeldeformular.

Das Seminar findet statt am 19. August 2013 (Montag) von 10:00 bis 15:30 Uhr bei der Kommunalen Umwelt-AktioN, Arnswaldtstraße 28, 30159 Hannover.

Da die Anzahl der Seminarplätze begrenzt ist, entscheidet der Eingang Ihrer Anmeldung über die zu vergebenden Seminarplätze. Eine schnelle Anmeldung wird empfohlen - Tel. 0511 / 3 02 85-60. Für Rückfragen zum Seminar stehen auch Frau Julia Nicolaus (Tel. -52; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Dr. Nikolai Panckow (-46; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) jederzeit gern zur Verfügung.

Mehr zur Förderrichtlinie Kleinmaßnahmen finden Sie auch auf der WRRL-Infobörse (WIB).

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Beispiel für eine gelungene und von Angelvereinen umgesetzte Kleinmaßnahme - Kieslaichplätze für Meerforellen in einem Heidebach

05.07.2013

Größtes Besatzprogramm in Niedersachsen: Über 500.000 Aale für unsere Gewässer

rg. Nach 2011 und 2012 wird der Aalbesatz in Niedersachsen auch dieses Jahr wieder aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fischereifonds gefördert. Von Ostfriesland bis in den Harz haben über 100 Angelvereine die Möglichkeit wahrgenommen, über den Landessportfischerverband einen Förderantrag zu stellen, um so in den Genuss günstiger Einkaufspreise und eines satten Förderzuschusses zu kommen. Ingesamt werden in diesen Tagen über 4.000 kg oder über 500.000 kleine Aale in geeignete Flüsse, Bäche, Kanäle und Stillgewässer besetzt. Dazu kommt noch ein erheblicher Aalbesatz, der über die Fischereigenossenschaften, einige Berufsfischer und den LFV Weser-Ems getätigt wird. Der frühere Massenfisch Aal ist somit Gegenstand des größten Besatzprogramms in Niedersachsen geworden.

Hintergrund der seit 2010 landesweit massiv gestiegenen Besatzaktivitäten ist die dramatische Abnahme von Glasaalen, deren Zahl seit 1980 europaweit um ca. 95-98 % abgenommen hat. Die Ursachen dafür sind vermutlich vielfältig und noch nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Die naturferne Verbauung unserer Fließgewässer, zahlreiche Wanderhindernisse (Wehre, Wasserkraftanlagen), die jahrelange Überfischung der Glasaalbestände in Süd-/Westeuropa, aber auch klimatische Änderungen machen dem Aal das Leben schwer, was seit Jahren in nahezu allen Flussgebieten in kontinuierlich sinkenden Fangzahlen zum Ausdruck kommt.

Die Angelvereine in Niedersachsen leisten mit dem Besatzprogramm somit einen wesentlichen Beitrag, die Aalpopulationen Niedersachsens zu erhalten, was auch von den Aalbewirtschaftungsplänen verpflichtend gefordert wird. Wenig befriedigend ist dagegen, dass andere Gefährdungfaktoren, wie Wasserkraft, intensive Gewässerunterhaltung oder Kormoranprädation  weiterhin zu einer erheblichen Schädigung der Aalbestände führen. rg

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Mehr zur Aalbesatz-Förderung finden Sie auch auf der Homepage der LAVES - Dezernat Binnenfischerei