7.2.2014

Kiesbetten für den Mühlenbach -

Angelverein ASC Sülze , Aktion Fischotterschutz und Unterhaltungsverband Örtze

kooperieren

Im Rahmen des Aller-Projektes der Aktion Fischotterschutz wurden kürzlich rund 700 Tonnen Kies in den Mühlenbach im Landkreis Celle eingebracht, um das Nebengewässer der Örtze ökologisch aufzuwerten und für die Gewässerlebewesen durchgängig zu gestalten. Die Maßnahme wurde in Kooperation mit dem Unterhaltungsverband Örtze, der diese plante und organisierte, und dem Angelsportclub Sülze e.V., der das Vorhaben initiierte und tatkräftig mit umsetzte, durchgeführt.

Im Mühlenbach wurde in der Vergangenheit durch Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen die vorhandene kiesige Sohle entnommen und Sohlabstürze eingebaut, die Wanderhindernisse für viele Gewässerlebewesen darstellten. Besonders die Entnahme der kiesigen Sohle führte zu einer Beeinträchtigung der natürlichen Lebensgemeinschaft, die Kies als Lebensraum oder Laichhabitat benötigt. Nun wurde westlich von Sülze abschnittsweise Kies auf einer Länge von rund 1.200 m eingebracht und wieder wertvolle Strukturen und Lebensräume im Gewässer geschaffen. Zusätzlich wurde ein 50 cm hoher Sohlabsturz bei Katensen in eine naturnahe Sohlgleite umgebaut, damit der Mühlenbach flussaufwärts für die Fischfauna und die Kleinstlebewesen passierbar wird. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte in Absprache mit den Behörden, dem Unterhaltungsverband und den Anliegern.

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Praktischer Gewässerschutz: Mitglieder des ASC Sülze bei der Anlage der Kiesbetten im Mühlenbach. Durch die Maßnahme konnte der Bach auf großer Strecke naturnäher gestaltet werden und bietet nun auch wieder Kieslaichern, wie Forelle, Neunauge, Elritze und Koppe eine hervorrragende Kinderstube (Fotos: Aktion Fischotterschutz)

„Der Mühlenbach ist von großer Bedeutung für die regionale Biotopvernetzung zur Örtze und stellt ein wichtiges Gewässer für die heimische Fischfauna dar, wie z.B. das geschützte Bachneunauge. Die Kiesbetten bilden neue Lebensräume für alle fließgewässertypischen Arten sowie Laichhabitate und Standplätze für Fische. Wir freuen uns sehr, über die gelungene Umsetzung der Maßnahme und dass wir mit dem Aller-Projekt das Engagement des Angelsportclub Sülze e.V., insbesondere des Vorstandsvorsitzenden Josef Kliegel, und des Unterhaltungsverbandes Örtze unterstützen können" sagt Anke Willharms, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Aktion Fischotterschutz. „Die Verbesserung der Sohlstrukturen und die Herstellung der ökologische Durchgängigkeit in unseren Gewässern sind elementare Bestandteile der Gewässerrevitalisierung. Diese Entwicklung unterstützen wir gerne im Rahmen unsere Unterhaltung", so Helmut Rosenbrock, Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbandes Örtze.

Das „Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt" ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie der Volkswagen AG gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt an den Gewässern und Auen der Aller und ihrer Nebengewässer nachhaltig zu steigern.

05.02.2014

Tankerunglück am Elbe-Seitenkanal

Am Montagabend, den 03.02.2014, ereignete sich auf dem Elbe-Seitenkanal, dessen Fischereirecht der Landessportfischerverband Niedersachsen e.V. zusammen mit dem Angelsport-Verband Hamburg e.V. gepachtet hat, ein Unfall mit einem Tankmotorschiff im niedersächsischen Kanalabschnitt zwischen Bad Bevensen und Uelzen (Kanal km 70 bis 87). Nach Informationen des Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen hatte das Tankmotorschiff Grundberührung, wodurch ein Loch im Schiffsrumpf entstand, aus dem ca. 1800 Liter Heizöl (das entspricht einer Menge von ungefähr 13 haushaltsüblichen Badewannen) in den Elbe-Seitenkanal gelangt sind. Im Gegensatz zum Schweröl schwimmt das leichtere Heizöl größtenteils auf dem Wasser und bildet an der Oberfläche einen dünnen Film aus. Dank dieser Eigenschaft konnte bereits ein Großteil des Öls im Uelzer Hafen abgepumpt werden. Auf der Kanalstrecke befindet sich jedoch noch ein dünner Ölfilm. Auf Nachfrage des LSFV-NDS rät das Umweltamt Uelzen allen Anglern, die betroffene Kanalstrecke zu meiden, bis sich der Ölfilm auf dem Wasser verflüchtigt hat. Dies wird wohl in wenigen Tagen geschehen sein, da der prognostizierte Temperaturanstieg und das Schmelzen des Eises den Verflüchtigungsvorgang des Öls beschleunigt.

Ein Ölfilm auf dem Wasser reduziert den Sauerstoffaustausch mit der Atmosphäre, wodurch es zu Sauerstoffmangel im Wasser kommen kann. Bei den zurzeit vorherrschenden winterlichen Temperaturen dürfte jedoch ausreichend Sauerstoff im Wasser gelöst sein, sodass für die Fische, die sich im Winter größtenteils direkt am Grund aufhalten, keine unmittelbare Gefahr besteht. Bisher ist es im Zusammenhang mit dem Tankerunglück zu keinem Fischsterben gekommen. Eine längerfristige Beeinträchtigung der Angelei, etwa durch eingeschränkte Verzehrqualität geangelter Fische, ist glücklicherweise nicht zu befürchten. Das ausgelaufene Öl wird größtenteils in die Atmosphäre entweichen und sich nicht im Gewässer festsetzen. Der Landessportfischerverband Niedersachsen e.V. wird mit den zuständigen Behörden weiter in Kontakt bleiben und strebt an, dass die Unglücksursache schnellstmöglich ausfindig gemacht wird, um zukünftige Umweltschäden zu vermeiden.

Weitere Informationen mit Bildern vom Unglücksort sind unter folgendem Link abrufbar:

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/tankschiff127.html

30.01.2014

Neue Flyer und Poster zum Aal

Ein neuer Flyer des Landessportfischerverbandes Niedersachsen e.V. zum Aal liegt ab sofort vor. In einem Kurzporträt wird der Aal (Anguilla anguilla) vorgestellt.

Der Aal durchläuft einen faszinierenden Lebenszyklus. Von unseren Gewässern aus schwimmen die Aale bis zur Sargassosee vor der amerikanischen Küste und laichen dort in über 200 Tiefe. Die Aallarven folgen dann dem Golfstrom zurück bis an die europäische Küste und schwimmen hier als 1-3 jährige sog. Glasaale in Schwärmen auch in die Küstengewässer, Flüsse und Bäche Niedersachsens.

Als Gelbaale führen sie in den nächsten 5-20 Jahren ein Leben im Verborgenen unserer Gewässer. Häufig nachtaktiv und bodennah lebend sieht man sie kaum. Dank ihres ausgeprägten Geruchssinns finden die Aale auch gut versteckte Beute in völliger Dunkelheit. Mit Eintreten der Geschlechtsreife wandern die Tiere als sog. Blankaale zurück in die Sargassosee an ihren Geburtsort, laichen dort und versterben.

Heute zählt der Aal zu den gefährdeten Fischarten. Naturferner Gewässerausbau, Flussbegradigungen, Stauwehre, Wasserkraftanlagen aber auch eingeschleppte Parasiten aus Asien sowie Schadstoffe in Wasser und Boden führten zu einem beträchtlichen Bestandsrückgang. Der Landessportfischerverband Niedersachsen setzt sich für den Aal ein und versucht die Bestände zu erhalten und zu fördern. 

Glasaal                                                            Glasaale beim Besatz - Bei uns angekommen wiegen sie nur ~0,3 Gramm             Foto: LSFV-NDS

Wer Flyer und Plakate (sog. transportables Roll-ups) zum Aal und zu anderen Themen für die vereinseigene Öffentlichkeitsarbeit benötigt, kann sich gerne an die Geschäftsstelle des Landesverbandes wenden.

Titel Aal  Zum Download finden Sie hier den LSFV-Flyer Europäischer Aal.