31.10.2018

Großes Interesse an Hinweisen zur Umsetzung der DSGVO

Der Seminarraum des AVN war mit über 50 TeilnehmerInnen maximal besetzt, und auch nach dem Seminar zum Thema "Datenschutz im Verein" reißen die Fragen nicht ab.

Jan-Martin Fett, Rechtanwalt, Angler und Gewässerwart, erläuterte den Vereinsvorsitzenden und Funktionsträgern die neuen Anforderungen der Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) und listete auf, was im Verein umgesetzt und verändert werden muss, um der Verordnung gerecht zu werden.
Allen Anwesenden war schnell klar: Das ist richtig viel Arbeit!

Seit dem Inkratftreten der DS-GVO am 25. Mai diesen Jahres, herrscht gerade bei Vereinen in Deutschland große Unsicherheit vor, was die Umsetzung der neuen Richtlinien angeht. Vielfach schlecht verständlich oder für den Laien umständlich formuliert, oft genug kaum praktikabel, unterstützt durch Gerüchte aus dem Internet zu Geldstrafen oder dem Verlust der Gemeinnützigkeit - viele Vereine stehen nach wie vor mit der neuen Verordnung ziemlich im Regen.

Nach den Ausführungen von Jan-Martin Fett konnten alle zumindest in dem Gefühl nach Hause fahren, brauchbare, praxisnahe und verständliche Hilfestellungen zum Umgang mit der Datenerfassung-, verarbeitung - und nutzung in ihrem  Angelverein erhalten zu haben. Und dass man im Vorstandsteam tatsächlich alle Aufgaben auch bewältigen kann. Ein wichtiger Faktor, gerade für große Vereine, sind natürlich die Mitglieder, die einfach "mitziehen müssen", wenn es etwa um das Unterschreiben einer Einverständniserklärung zur Datenerfassung und -verarbeitung geht.

Jan-Martin Fett hat sich bereiterklärt, seine Präsentation zum download freizugeben. Wir werden darüber im November gesondert informieren.

Im Anschluss an das Seminar bestand Gelegenheit, das Präsidium des AVN zu aktuellen Themen zu befragen und sich auszutauschen.

Ein herzliches Dankeschön an Jan-Martin Fett und an alle Teilnehmer aus ganz Niedersachsen!

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Foto: W. Klasing / AVN

14.10.2018

Toller Erfolg für den FV Einbeck

Strahlende Gesichter bei Benjamin Krause (1. Vorsitzender) und seinen Vereinskollegen beim Fischereiverein Einbeck:
Ihr Artenschutzprojekt für den bedrohten Edelkrebs (Astacus astacus) wurde am vergangenen Wochenende als Monatsprojekt der Niedersächsichen BINGO Umweltstiftung ausgezeichnet. Eine Delegation der Stiftung war extra zu einer Besatzaktion im Einbecker Kolonieteich angereist. Geschäftsführer Karsten Behr überreichte einen Scheck über 500,00 EURO an die stolzen Gewinner.

Mit 3.120,00 EURO hatte die Stiftung das Projekt gefördert, dessen Besatztiere aus der Zucht des AVN stammen und in geeigneten Gewässern des Vereins wieder angesiedelt werden sollen. Die Jungtiere aus dem Kolonieteich sollen den Grundstock für eine solide Population bilden. Das Gewässer ist frei von Erregern der Krebspest und damit ideal für das Aufwachsen der ca. 3-5 cm langen Krebse. Die Einbecker Angler haben jede Menge Versteckmöglichkeiten in den Teich eingebracht - jetzt heißt es warten, ob sich in den nächsten Jahren NAchwuchs einstellt. 

"Was die Jungs aus Einbeck in den vergangenen zwei Jahren für die Krebse und insbesondere auch für die stark bedrohte Äsche auf die Beine gestellt haben, ist wirklich vorbildlich", lobt AVN-Verbandsbiologe Dr. Matthias Emmrich. Er würde sich sehr freuen, wenn die Auszeichnung weitere Vereine motiviert, sich noch mehr für den Artenschutz einzusetzen und ähnliche Projekte durchzuführen. Der AVN unterstützt dabei gerne.

Hier geht es zur Pressemitteilung der BIGO Umweltstiftung.
Und hier finden Sie in der NDR Mediathek einen kurzen Filmbeitrag zum Projekt (ab Minute 53:00).


KrebseEinbeck Gruppe
Foto: Nds. BINGO Umweltstiftung

 

02.10.2018

Bedrohte Edelkrebse werden ausgesetzt

Am Baggersee in Immensen (südlich der Immensener Landstraße) werden am Sonntag, 07.10.2018, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung etwa 300 Edelkrebse (Astacus astacus) ausgesetzt.

Die Großkrebsart ist in ganz Europa vom Aussterben bedroht. Hintergrund: Gebietsfremde Arten aus Nordamerika, wie der Kamberkrebs und insbesondere der Signalkrebs, sind potenzielle Überträger verschiedener Erreger der so genannten Krebspest. Gelangen diese Krebsarten oder auch nur die Erreger (etwa über Gummistiefel, Kescher oder bei Hochwässern oder Unterhaltungsmaßnahmen) in ein Gewässer, infizieren sie die heimischen Krebse, die der Krankheit innerhalb weniger Wochen zum Opfer fallen - oftmals die gesamte Population.

Der AVN ist Partner eines neuen Forschungsprojektes des Alfred-Wegener-Institutes in Bremerhaven mit Namen MANAKA.
Wissenschaftler wollen unter anderem in Kooperation mit Angelvereinen und anderen Gewässereignern / - pächtern geeignete Gewässer für den Besatz mit Edelkrebsen identifizieren und anschließend mit Krebsen besetzen. Der Baggersee in Immensen ist eines dieser Gewässer. Des weiteren wird ein Leitfaden für Gewässerpächter erstellt, der bei der Wiederansiedlung der bedrohten Großkrebse helfen soll.

Ort: Baggersee Immensen, Immensener Landstraße
Beginn: 16.00 Uhr, für das leibliche Wohl der Teilnehmer ist gesorgt.


FMO 131010 125141

Foto & ©: Florian Möllers